Das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) hat einen offenen Aufruf zur Teilnahme an der Entwicklung einer neuen Norm IEEE P2520.2.2 über Geräte und Systeme zur Überwachung von Deponiegerüchen veröffentlicht. Diese neue Arbeitsgruppe wird von Susan Schiffman, außerordentliche Professorin für Biomedizinische Technik an der UNC/NCSU und eine sehr bekannte Geruchsexpertin, geleitet. Die Organisation sucht nach Freiwilligen für diese neue Norm.

Mülldeponien stinken. Sehr stark. Und manchmal haben sie Auswirkungen auf die Menschen, die in der Nähe wohnen. Für jeden Geruchsmanager ist diese Art von Anlage immer eine Herausforderung. Aber können wir ihre Geruchsauswirkungen elektronisch überwachen? Ist Methan ein geeignetes Surrogat? Sind MOX-Sensoren für diese Aufgabe geeignet?

ASTM International hat Ende August die E3412-25, "Standard Guide to Design, Conduct, and Analyze Sensory and Instrumental Data Relationships", als neue aktive Norm im BOS Band 14.03 veröffentlicht (DOI: 10.1520/E3412-25). Dieser 11-seitige Leitfaden enthält Protokolle für die Korrelation von geschulten Sensorik-Panel-Bewertungen mit instrumentellen physikalisch-chemischen Messungen für Lebensmittel/Getränke, Körperpflege-/Haushaltspflegeprodukte und Konsumgüter.

Instrumentelle und sensorische Analysen können in die Forschung integriert werden, um ergänzende, bestätigende oder beide Arten von Daten zu erforschen, die in der Regel die Produktentwicklung, Qualitätskontrollprozesse und sensorische Untersuchungen unterstützen. Die neue ASTM E3412-25 bietet kritische Überlegungen für die Planung, Durchführung, Analyse und Interpretation von Beziehungen zwischen analytischen sensorischen Bewertungen und instrumentellen Messungen.

Der Entwurf der deutschen Norm VDI 3940 Blatt 6:2025-07 wurde im Juli dieses Jahres veröffentlicht. Dieser Text befasst sich mit der Bestimmung von ekelerregenden und übelriechenden Gerüchen. Die Norm befindet sich derzeit im Entwurfsstadium und nimmt Stellungnahmen von interessierten Kreisen entgegen.

Während der letzten zweijährlichen Tagung des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) zum Thema Geruchsmanagement in der Umwelt in Salzburg fanden mehrere interessante Vorträge statt. Einer davon entfernte sich von der Vorstellung, dass Geruch "nur eine Belästigung" ist. Der Vortrag von Dr. Kirsten Sucker beschäftigte sich nämlich mit der Frage, ob ein Geruch "nur" eine erhebliche Belästigung darstellt oder ob er so ekelhaft und unangenehm ist, dass er als schädliche Umwelteinwirkung eingestuft werden sollte. Doch was genau ist der Unterschied und wie kann dieser bestimmt werden?

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